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[Rezension] Zwanzig Zeilen Liebe von Rowan Coleman

von Franzi
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Rowan Coleman konnte mich bereits mit ihrem ersten Buch „Einfach unvergesslich“ tief berühren. Umso mehr habe ich mich gefreut, endlich „Zwanzig Zeilen Liebe“ in den Händen zu halten.

Auf dem Papier werden ihre Worte unsterblich, wunderschön, persönlich. Sie kommen von Herzen und sind etwas Besonderes. Sie bleiben, sie können immer wieder gelesen werden. Ein Brief ist eine Erinnerung, die nie verschwindet, verblassen oder vergessen werden kann.
S. 408

Auch in “Zwanzig Zeilen Liebe” schafft Rowan Coleman es, ein ernstes, trauriges Thema auf eine magische Art zu transportieren. Es ist ein sehr bewegendes Buch, dass dennoch Hoffnung und Leichtigkeit versprüht. Das macht es zu etwas ganz besonderem. Sie schreibt so einfühlsam und emotional, damit trifft sie einem mit jedem Satz mitten ins Herz. Zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer wieder Briefe, die Stella schreibt. Jeder einzelne davon hat mich berührt und mehr als einmal zum Weinen gebracht.

Stella ist eine Krankenschwester, die in einem Hospiz arbeitet. Jede Nacht versteckt sie sich dort vor ihrem eignen Leben. Jede Nacht versucht sie den Sterbenden und ihren Familien die letzten Tage so erträglich und glücklich wie möglich zu machen. Jede Nacht schreibt sie Briefe. Briefe, die die Patienten an ihre Familie und Freunde oder Menschen aus der Vergangenheit richten. Briefe, mit denen sie sich verabschieden, sich bedanken, einen letzten Wunsch mit auf den Weg geben. Zeilen, die jedes Mal aufs neue zeigen, was am Ende wirklich zählt – das man sich verzeihen kann, das man in Frieden mit seinem Leben abschließt, das man sein Leben lebt und versucht, jeden einzelnen Moment bis ins Letzte auszukosten.

Diese Geschichte verpackt Rowan Coleman mit liebenswerten, wunderbaren Charakteren. Stella versucht ihr bestes, um für jeden Patienten dazu sein. Dabei hat sie selber ein dickes Päckchen zu tragen. Sie hilft Hope, neuen Lebensmut zu finden. Den Hope ist nur vorübergehend da, sie ist dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen. Und sie schreibt für Grace die letzten Zeilen auf. Zeilen, die ihr zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen, ja das man sogar kämpfen muss, um das Leben zu führen, das man führen möchte. Um die Menschen zu halten, die man liebt oder um wenigstens den Lebensabschluss zu haben, den man sich wünscht. Jeder Charakter ging mir tief unter die Haut, hat eine berührende aber auch realistische Geschichte. Aber ganz besonders haben mir Jake, Ninja und Shadow gefallen. Warum, das müsst ihr selber herausfinden.

Also vermisse mich nicht, weil ich nämlich gar nicht sterbe, ich verändere nur die Form – ich bin der Wind in den Baumkronen, die Welle im Meer, die Kieselsteine unter deinen Füßen, der Staub auf deinen Bücherregalen, der Nachthimmel.
S. 364

Rowan Coleman hat mich mit Zwanzig Zielen Liebe mehr als einmal zum Weinen gebracht. Obwohl das Buch sich viel ums Sterben dreht, handelt es doch eher vom Leben. Jeder einzelne Brief, jeder Charakter, zeigt uns, wie wichtig es ist zu kämpfen. Für sein Leben und für die Dinge und Menschen die man liebt. Ein Buch, das mich bewegt hat und mitten ins Herz getroffen hat. Ein Buch das zeigt, wie wichtig es ist, jeden einzelnen Moment der uns auf dieser Welt vergönnt ist, bis ins Letzte auszukosten, egal wie schwer es auch manchmal fallen mag.

Highlight

Werbung – Angaben zum Buch: Piper, 416 Seiten, 2015, Übersetzung: Marieke Heimburger ,ISBN: 978-3-492-97106-5

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Sasija
Gast

Aloa liebe Franzi <3

Ich lese das Buch auch gerade, und obwohl ich erst auf Seite 60 min, bin ich von den vier Briefen schon sehr angetan. Hat dich der Gedanke "Was würde wohl ich selbst schreiben" erwischt? Mich nicht nur einmal bis jetzt. Für mich liest sich das buch wie eine Geschichte auf wahre Begebenheit. Ich mag sowas ja immer sehr. Bin gespannt, ob es mir am Ende genauso zusagt wie dir 😉

Liebe Grüße Sasija aus der Tardis 😉
sasija.blogspot.de

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