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Never judge a book by it’s cover – oder doch?

von Franzi
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Heute denke ich mal darüber nach, ob die äußerliche Gestaltung eines Buches die Kaufentscheidung beeinflusst oder ob das alles überflüssiger Schnickschnack ist. Und da gehts bei mir direkt mit einem – phu, beides – los :D. Denn, ich muss tatsächlich sagen, dass ich mich hier für kein Lager entscheiden kann.

Eycatcher ja – kaufentscheident nein

Klar, am Ende hilft es nicht, wenn du das schönste Buch in Händen hältst, aber der Inhalt einfach absoluter Mist ist für dich. Abgesehen von einem hübschen Dekobobjekt im Regal hast du nicht viel gewonnen. Aber andererseits kann die Aufmachung eines Buches ja überhaupt erst dafür sorgen, dass man im Laden nicht an ihm vorbei geht. Und wenn dann Inhalt und Aufmachung auch noch zusammen passen – a Traum! Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nur Bücher kaufe, die irgendwas Besonders an sich haben und besonders hübsch aussehen. Meistens achte ich da tatsächlich nicht viel darauf. Es kommt bei mir immer darauf an, wo und wie ich an dem jeweiligen Tage einkaufe.

Wenn ich beispielsweise Verlagsvorschauen oder Newsletter durchgehe oder auch auf Twitter und Instagram Buchtipps mitbekommen, dann schaue ich mir in der Regel erst den Inhalt an. Cover bzw. Aufmachung sind mir da echt egal. Auch bei andern Blogs gehe ich nicht danach suchen, welche Bücher besonders hübsch sind, sondern, welche gut bewertet wurden oder welche vom Thema und Genre interessant sein könnten. Auch hier interessiert mich nicht, wie toll es aussieht. Wenn ich jetzt aber einfach nur ziellos in der Stadt durch Buchhandlungen schlendere und gerade nicht Ausschau nach einem Wunschlistenbuch halte, dann sind Cover und Co. tatsächlich wichtig. Denn eine tolle Aufmachung ist ja auch immer ein Eyecatcher. Aber, es ist eben vor allem ein Eyecatcher, nicht viel mehr. Zumindest bei mir noch unbekannten Büchern. Denn hat das Buch meine Aufmerksamkeit bekommen, dann lese ich natürlich den Klappentext bzw. die Inhaltsangabe durch. Wenn die mich nicht überzeugen kann, wird es nicht gekauft, egal wie hübsch das Buch aussehen mag.

Und dann gibt es da für mich noch die Lieblingsbücher. Die kaufe ich mir zunächst einfach irgendwie. Aber, wenn das Buch einen Platz in meinem Herzensbücher-Regal bekommt, dann kann mich nichts mehr halten. Wenn da eine neue Auflage kommt und das Buch dann anders aussieht, vielleicht besser aussieht, ein Gimmick hat oder so was, dann muss ich es haben. Ganz egal, ob ich es schon hab. Da sind die Schmuckausgaben von Harry Potter und spezielle Schuber und Boxen mit Gesamtausgaben oder Ähnlichem die besten Beispiele dafür.

Spezialfall Buchcover

Zwar hat das Buchcover bei mir in der Regel auch keine direkte Kaufentscheidung zur Folge, vor allem nicht, wenn der Inhalt mir nicht so richtig zusagt. Aber einen kleinen Buchcover Exkurs möchte ich hier mit einbauen. Denn das Buchcover ist für mich auch eine Art Versprechen zum Inhalt des Buches, zwar weniger wichtiger als die Inhaltsangabe, aber eben auch wichtig. Ein Buchcover kann einem, wie ich finde, auch vollkommen leere Versprechen geben, einen auf eine falsche Fährte führen oder mich richtig, richtig aufregen. So kann ich es zum Beispiel gar nicht leiden, wenn auf dem Buch eine blonde Frau ist und im Buch ist die Protagonistin dann aber rothaarig. Why, einfach why? Ich finde immer, dass das Cover schon auch den Inhalt, die ProtagonistenInnen, das Thema widerspiegeln sollte, wenn es denn schon mehr als einfach ein farbiger Einband ist. Dabei kann das Cover gerne auf den ersten Blick vollkommen gegensätzlich zum Titel sein, wenn es beim Lesen Sinn ergibt.

Oder wenn Elemente auf dem Cover vorkommen, die dir gewisse Dinge inhaltlich suggerieren, dann aber absolut nichts mit dem zu tun haben, was im Buch ist. Auf den Ersten Blick von Danny Wallace war für mich da so ein Fall. Cover, Titel und Inhaltsangabe suggerierten hier, dass es eben um ein Buch mit Liebe auf den ersten Blick geht. Wir eine spannende Suche anhand eines Fotos erleben, und dann viel erste Liebe eben. Aber dieses Versprechen wurde nicht gehalten und ich war enttäuscht. Weniger enttäuscht wäre ich gewesen, wenn die Aufmachung schon eine andere Richtung vorgegeben hätte. Hier hat das Cover also für mich auch eine wichtige Aufgabe. Verspreche ich mir aufgrund des Covers etwas anderes, als dann wirklich auf mich wartet, fließt das dann auch negativ in die Bewertung am Ende mit ein, wobei ich natürlich schon klar abgrenze, ob ich jetzt nur wegen der Text-Bild-Schere enttäuscht bin oder ob es konkret was Inhaltliches ist. Ersteres ist dann ja keine Kritik am Text selbst, sondern eben speziell nur an der Aufmachung, was ich dann auch beispielsweise nicht in Sternebewertungen auf Goodreads und Co. einfließen lasse, aber in der Rezension erwähne (quasi mehr als Hinweis für Verlage und AutorInnen, wenn Sie selbst das Cover in der Hand hatten).

Liebingsaufmachungen aus meinem Regal

Bücher mit besonderer Aufmachung

Der Idealfall ist natürlich ein Buch, das mich inhaltlich interessiert, im besten Fall noch überzeugen konnte und noch dazu eine tolle Aufmachung hat. Und da gibts es auch in meinem Regal einige Schätze. Also hab ich mir natürlich nicht nur Gedanken darüber gemacht, ob Schnickschnack für mich Kaufentscheiden ist, sondern auch mal geschaut, was für unterschiedliche Aufmachungsarten hab ich denn in meinem Regal stehen? Es gibt ja so vielfältige Dinge, von Rough Cut, Schmuckausgaben, spezielle Bucheinbände, farbige Schnitte, mit oder ohne Lesebändchen, mit oder ohne Schutzumschlag, aus Stoff mit tastbaren Elementen, Glitzer oder wundervollen Illustrationen, Grafiken und Bildern. Und hier sind meine Lieblinge aus dem Bücherregal. Noch nicht auf dem Bild ist allerdings ein Neuzugang – North Mythologies von Neil Gaiman, ein Buch mit sogenannten Rough Cut und meine Harry Potter Schmuckausgabe gehört selbstverständlich auch dazu.

Wundervolle Buchumschläge

Ich liebe Hardcover. Vor allem die mit einem Schutzumschlag. Meistens sind diese Bücher richtige Hingucker und können oft auch zweimal Punkten – den auch unter dem Schutzumschlag verbirgt sich meist eine wundervolle Verpackung. Ganz besonders verliebt bin ich in Folgende:

Lieber Daddy-Long-Legs aus dem Königskinderverlag von Jean Webster
Die Geschichte der Bienen, Maja Lunde, Buchcover (c) BTB Verlag
Die Geschichte der Bienen, Maja Lunde, Buchcover (c) BTB Verlag
Buchcover Die Schlange von Essex Sara Perry aus dem Bastei Lübbe Verlag
Die Schlange von Essex von Sarah Perry (c) Eichborn Verlag
Die Ermordung des Commendatore von Haruki Murakami (c) Dumont
Die Ermordung des Commendatore von Haruki Murakami (c) Dumont

Glitzer, tastbare Elemente, farbige Buchschnitte und Illustrationen

Auch Hardcover ohne Schutzumschlag und Taschenbücher, die ja direkt noch viel praktischer sind, können wundervolle Merkmale haben. Die Entdeckung es Glücks mit dem goldenen Highlight, dass sich auch wie aufgeklebter Goldstaub anfühlt, ist einfach zauberhaft, und der Inhalt überzeugte mich genauso. Und diese traumhafte Ausgabe von “Die unheimliche Bibliothek” von Haruki Murakami überzeugt Innen und Außen mit wundervollen, etwas gruseligen Illustrationen und der Papierwahl. Außerdem finde ich farbige Schnitte auch immer wunderschön, hier bei einer seeehr alten Ausgabe von The Group mit roten Seitenrändern.

Buchcover Aufmachung Die unheimliche Bibliothek von Murakami und Die Entdeckung des Glücks von Isabel Prophet
Illustration Die unheimliche Bibliothek von Haruki Murakami
Roter Buschnit beim Roman "The Group" von Mary McCarthy

Pappe, Strukturen und Stoff

Und dann gibt es da noch die Bücher, die eine Art Stoffüberzug haben, wie meine zauberhafte Ausgabe von Emma aus dem DTV Verlag. Bücher, deren Cover keine glatte, sondern eine strukturierte Oberfläche haben wie “Und du bist nicht zurück gekommen” von Marceline Loridan-Ivens vom Insel Verlag. Und die letzten Besonderheiten in meinem Regal sind Bücher, die schon eher total Oldschool sind, mit einem schlichten und doch so außergewöhnlichem Buchcover aus Pappe wie Echt oder Qualityland.

Bücher mit Stoff, strukturiertem Bezug oder Oldschool-Papp-Aufmachung

Wie sieht ges bei euch aus? Ist für euch die Buchaufmachung relevant für die Kaufentscheidung? Wie wichtig findet ihr das Cover? Und welche Buchaufmachungen liebt ihr besonders?

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Ela
Gast

Huhu meine Liebe,
ich finde man guckt immer zuerst aufs Cover, aber letztlich zählt der Inhalt. Eine schöne Aufmachung ist aber immer guter Nebeneffekt 🙂

Die dtv-Klassikausgaben sind übrigens total super. Ich habe davon auch “Sturmhöhe” und “Stolz und Vorurteil”, weil ich diese Klassikausgaben im Gegensatz zu vielen anderen richtig toll finde 🙂 Ein paar andere aus der dtv-Reihe stehen noch auf der Wunschliste 🙂

Alles Liebe, Ela

Ela
Gast

Übrigens – in deiner Blogroll steht noch Elas Leselounge. Nur als Hinweis – da ich die Adresse wieder freigegeben habe, kommt man auf eine andere Webseite und nicht auf meinen alten Blog. Vielleicht mal rausnehmen 🙂

Madame Lustig
Gast

Liebe Franzi, es tut mir so leid, dass ich erst heute hier bei dir vorbeischaue! Ich war am Sonntag so im Muttertagsmodus, dass ich nicht dazu kam und dann hab ich es vertüddelt. 🙁 Nicht zum Inhalt passende Cover: G.R.A.U.S.A.M! Da hilft dann auch das schönste Cover der Welt nicht mehr. Wenn da nix zueinander passt, ist es einfach am Thema vorbei, wie die Lehrer früher immer so gerne sagten. Und ich werde da dann auch immer total knatschig. Geld ausgegeben, weil Cover mir etwas versprochen hat und dann war es nur eine Mogelpackung. Meh. Ich muss ja gestehen, dass… Weiterlesen »

Cathy
Gast

Woah, ich bin absolut anfällig dafür ein Buch nur wegen des Covers zu kaufen. In der Hoffnung, dass der Inhalt dann genauso begeistert, wie das Cover. Das Cover sorgt bei mir absolut dafür, dass ich mich überhaupt erst für ein Buch interessiere (beim Bummeln jedenfalls und auf Instagram; auf Blogs sind es eher die Titel und dann die Meinung des Rezension-Verfassers). Und weil ich das von mir weiß und natürlich das ein oder andere Mal schon enttäuscht wurde bzw. im Umkehrschluss manch gutes Buch wegen nicht so tollem Cover keine Chance hatte, finde ich das schlichte und einheitliche Design vom… Weiterlesen »

Kerstin von KeJas-BlogBuch
Gast

Hallo liebe Franzi, ein toller Beitrag und bei vielem hab ich mein Kaufverhalten entdeckt. Grundsätzlich liebe ich schön gestaltete Cover, aber bei der Kaufentscheidung steht bei mir das Genre und die Autor*innen ganz vorne. Es gibt gerade um Bereich Fantasy wunderschöne Cover aber kaufen würde ich sie nie, da es einfach nicht mein Genre ist. Zudem ‘sammele’ ich keine Bücher, oft gebe ich gelesene wieder her, tausche ein oder verschenke sie. Mir fehlt einfach der Platz. Natürlich gibt es einige die ich nie hergeben würde, dazu zählt z.B ‘Und es schmilzt”. Was mir an Büchern irre gefällt ist wenn der… Weiterlesen »

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[…] nur ich, sondern auch Tati, Elli und Franzi haben sich Gedanken gemacht. Schaut unbedingt bei ihnen […]

Nerdahoi
Gast

Hallo Franzi, schönes Thema und noch schönerer Beitrag 🙂 Ich liebe zwar schön gestaltete Cover, aber ich würde nicht sagen, dass sie bei mir der ausschlaggebende Punkt für die Kaufentscheidung sind. Wenn sie aber trotzdem auch von außen überzeugen – immer her damit! Leider gibt es ja auch wunderschöne Cover, bei denen der Inhalt einfach nur zurücksteckt. Als erstes fällt mir da die Papergods-Reihe ein. Richtig, richtig schöne Cover, aber nur 08/15-Story. (An dieser Stelle habe ich jetzt schon 5 Mal das Wort “schön” verwendet, ich glaube es reicht :D) Die Aufmachung ist ja inzwischen bei den englischsprachigen Buchboxen zum… Weiterlesen »

Gabi
Gast

Ich halte mich ja für einen großen Cover-Ignorierer 🙂 Reine Coverkäufe gibt es bei mir nicht, aber manchmal lasse ich mich doch von einem (in meinen Augen) besonders hässlichen Cover vom Kauf abhalten. Wenn ich dann Rezensionen darüber lese und feststelle, dass es genau mein Beuteschema ist – und nach dem Lesen ganz begeistert bin – nehme ich mir noch fester vor, die Cover zu ignorieren. Wofür ich Cover allerdings sehr wichtig halte und auch selbst nutze, ist die Aussage zum Genre des Buches. Ich lese viele Krimis und Thriller und bei den meisten kann man schon am Cover erkennen,… Weiterlesen »

Daggi
Gast

In der Buchhandlung ist für mich das Cover schon ausschlaggebend dafür, dass ich ein Buch überhaupt in die Hand nehme um den Klappentext zu lesen. Wenn mich ein Cover also nicht neugierig macht, dann hat ein Buch nur die Chance, dass ich im Web darüber stolpere.

#litnetzwerk-Grüße
Daggi

Nicole
Gast

Ich bin da voll und ganz bei dir: Das Cover entscheidet bei mir nicht über den Kauf. Sicherlich wenn ich ein Buch nicht kenne, greife ich eher zu denjenigen die hervorstechen (das ist glaube ich auch ganz normal, das Auge isst halt nicht nur mit sondern kauft auch mit xD), aber dann muss der Inhalt auch passen. Tut er das nicht, dann kann das Cover noch so schön sein. Bei Lieblingsautoren oder Buchempfehlungen durch Freunden oder Bloggern tut das Cover generell nicht viel zu SAche, aber da gehe ich auch gezielter ein Buch kaufen. Was ich aber wichtig finde ist… Weiterlesen »