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Interview mit einem Mörder – Bernhard Aichner

von Franzi
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*Werbung: Das Buch wurde mir von Literaturtest zur Rezension zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine ehrliche und eigene Meinung wieder.
Er und die Toten, die hinter der Mauer liegen. Der hübsche kleine Dorffriedhof, für den er verantwortlich ist […] Max Broll. Totengräber, Trinker. Träumer.
S. 7

So lernen wir Max, den Totengräber eines kleinen, verschlafenen Dorfes kennen. Beziehungsweise, ich habe ihn so kennengelernt, denn für mich war „Interview mit einem Mörder“ der erste Band aus der Reihe, was aber gar nicht störte, weil wir viele Informationen zu ihm und Baroni bekommen, die vollkommen ausreichen, um in das Buch ungestört einzutauchen.

Baroni – seit Jahren ist er Max bester Freund. Gemeinsam gehen die beiden durch dick und dünn. Ich bin heiß auf die Vorgängerbücher, denn ich will mehr von dieser interessanten und tiefen Freundschaft und ihren Abenteuern erfahren.

Max, ein sehr liebenswerter, aber etwas naiver, leicht aufbrausender, kopfloser Protagonist. Max, der sein Leben für die geben würde, die er am meisten liebt. Max, den ich kennen und mögen gelernt habe, trotz dass ich die vorherigen Bücher nicht kenne, ein Protagonist, der besonders ist, den man so nicht noch mal findet.

Max muss einen Mörder jagen. Alles beginnt an einem friedlichen Sommertag. Auf dem Dorfplatz wird der Würstelstand von Baroni eröffnet. Plötzlich fällt ein Schuss – Baroni sinkt zu Boden, überall Blut. Auf keinen Fall darf sein bester Freund einfach so sterben: Max will Rache und den Schützen eigenhändig fangen. Der Schütze, den nur Max gesehen hat, der sich als vermeintlich harmloser Tourist entpuppt. Fink, der sich für Max schon bald als ein brutaler, grausamer, gewissenloser und zynischer Psychopath, gebeutelt von seiner Vergangenheit entpuppt.

Aufgrund einiger Dinge, die Max in der Vergangenheit getan hat, dann trinkt er noch und hatte gekifft gemeinsam mit dem Dorfpfarrer, will ihm keiner Glauben, nicht mal seine „Ersatzmutter“ Tilda. Aber Max gibt nicht auf und nimmt die Sache selbst in die Hand.

Von hier an beginnt das bisher gemächliche Geschehen sich in eine rasante Verfolgungsjagd zu verwandeln. Erst langsam, dann immer schneller überschlagen sich die Ereignisse, bis Max sogar auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer landet, gemeinsam mit dem Psychopathen Fink. Mich hielt Aichner mit seinem Tempo, dem einnehmenden und besonderen Schreibstil, den Wendungen und den Psychotricks von Fink in Atem. Der Spannungsbogen war bis zum Zerreißen gespant und endete mit einem Knall, der sanft auslief. Ich war danach erst einmal fix und alle, so gespannt verfolgte ich die Geschehnisse rund um Max Broll.

Eine atemberaubende, hoch spannende Verfolgungsjagd. Max, der versucht, es mit einem Psychopathen aufzunehmen. Ein spannender Teil aus der Reihe um Max Broll, der sich wieder durch den einzigartigen Stil Aichners hervorhebt. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Gute Unterhaltung/Lektüre

Werbung – Angaben zum Buch: Haymon, 287 Seiten, 2016, ISBN: 978-3-70799-7133-8


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Nelly
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Meine liebste Franzi,
vielen Dank für diese Rezension!! Allein vom Cover war ich ja schon angefixt und bei der Reihe bin ich nun schon wirklich lange am Hin und Her überlegen, ob ich sie lesen soll oder nicht.
Aber jetzt ist alles klar! Der erste Teil wandert auf jeden Fall auf meine Wunschliste. Vor allem nachdem dir Aichners Schreibstil so gut gefällt…

Alles Liebe, Nelly