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Goldene 20er – Aufbruch der Frauen

von Franzi
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Rezensionsexemplar/Werbung: Die Rezension spiegelt dennoch meine eigene und ehrliche Meinung wieder.

Die goldenen 20er Jahre – auf einmal scheint alles möglich für Frauen. Endlich können Sie wählen, Rosa Luxemburg, Käthe Kollwitz und mehr haben bereits bahnbrechendes für die Frauen und die Frauenbewegung erreicht. Und so beginnt sich diese Generation an Frauen zu befreien – sie wollen Luft zum Sein und Atmen, befreien sich aus dem engen Korsett, in welchem Frauen all die Jahre zuvor lebten. Und auch die literarische Bühne erobern sie – und so vereint Aufbruch der Frauen, herausgegebenen von Brigitte Ebersbach aus dem Ebersbach und Simon Verlag, kurze Textausschnitte aus Werken von Irmgard Keun, Vicki Baum oder Gabriele Tergit, in der Hoffnung, die Leser neugierig auf diese Werke zu machen.

Von Frauen, die allein ins Theater gehen. Frauen, die Sport treiben und Auto fahren oder die gar ihre eigenen Taschen und Kartons tragen und arbeiten. Frauen, die ihre Sexualität ausleben und auch mal einen Geliebten haben oder Rauchen und kurze Haare tragen. Damals noch Seltenheit und teilweise Skandalös, wundert man sich heute, dass so was nicht selbstverständlich war. Und doch sind all diese Texte noch heute lesenswert und aktuell oder gerade heute wieder?

Mich machte Brigitte Ebersbach definitiv neugierig mit diesem kleinen aber feinen Büchlein und hat die Textausschnitte, wie ich finde, sehr gut gewählt, um mir die Frau der 20 iger Jahre näherzubringen. Am Ende stellt sie uns auch die Autorinnen kurz vor und auch ich stelle sie euch nachfolgend vor und auch die Bücher, die ich mir kaufen werden – viel Spaß dabei!

Highlight

Werbung – Angaben zum Buch: Ebersbach und Simon, 144 Seiten, 18. September 2019, ISBN: 978-3-86915-184-7


Vicki Baum

Vicki Baum wurde 1888 in Wien geboren. Ihre Karriere begann sie 1926 als Lektorin und Redakteurin in Berlin beim Ullstein Verlag. Sie schrieb unter anderem für die Zeitschrift “Die Dame”, “Elegante Welt” oder auch den “Uhu” und die “Berliner illustrierte Zeitung”. Einer ihrer ersten internationalen Erfolge war “Menschen im Hotel”, das 1932 sogar verfilmt wurde und 1989 ein Broadway Musical wurde. Doch schon ein Jahr vor “Menschen im Hotel” schreib sie im Jahr 1928 ihren ersten Roman “Stud. chem. Helene Willfuer”. Vicki Baum schaffte es dank ihres Talents, spannende Unterhaltungsliteratur zu schreiben und der Präzision ihrer Milieuschilderungen zu Bekanntheit. Im Buch findet ihr den Text “Die Mütter von morgen – die Backfische von heute”, welcher in “Dies., Makkaroni in der Dämmerung, Feuilltons, HG. v. Veronika Hofender” zu finden ist. (Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Vicki_Baum).


Der große Ausverkauf – Kiwi Verlag

Buchcover Roman Der große Ausverkauf von Vickie Baum aus dem KiWi Verlag

Den Roman „Der große Ausverkauf“ schreib Vickie Baum 1931, kurz nachdem sie durch ihren Welterfolg „Menschen im Hotel“ nach New York kam. Konkret spielt der Roman im New York der 30er Jahre. Nina und Erik stehen im Mittelpunkt. Beide arbeiten bei einem der größten Kaufhäuser der Stadt. Nina als Verkäuferin in der Porzellanabteilung. Erik als Dekorateur der Schaufenster. Sie sind ein Liebespaar, heiraten, doch die Ehe steht von Beginn an unter keinem guten Stern. Erik ist als Künstler in seinem routinierten Leben unglücklich und amüsiert sich viel lieber mit seiner Muse. Als betrogene Ehefrau flieht Nina aus der gemeinsamen Wohnung und gibt dem reichen, von der Frau verlassenen Mr. Thorpe nach. Ihre Geschichte ist eng verwoben mit den Ängsten und Hoffnungen der anderen Angestellten – wie Lilian, das Mannequin, die Anschluss an die reiche Oberschicht sucht oder Philip, de ältere Detektiv, der aufgrund der Alkoholsucht kaum noch Kraft hat. Oder Mrs. Bradley, die Angst vor einer Kündigung hat und sich nie krank meldet, um sich zu erholen und vielen weiteren.


Menschen im Hotel – KiWi Verlag

Buchcover Roman Menschen im Hotel von Vicki Baum aus dem Kiwi Verlag

Menschen im Hotel erschien im Jahr 1929 – durch den Roman wurde Vickie Baum weltberühmt. Poetisch und mit subtilen Humor erzählt sie in diesem Buch von einer Handvoll Menschen, die im Grand Hotel zusammenkommen. Sie zeigt sie in ihren Krisen, Träumen und Enttäuschungen. Mit dem Roman liefert sie ein atmosphärisches und dichtes Bild des Berlins der 20er-Jahre. Sie schafft es, mit wenigen Worten jeden dieser Menschen anschaulich mit eigenem Schicksal darzustellen. Später wurde Menschen im Hotel am Broadway aufgeführt und mit Greta Gabor und später Heinz Rühmann verfilmt.


Marieluise Fleißer

Marieluise Fleißer lebte von 1901 bis 1974 und kam aus Bayern, genauer Ingolstadt. Sie studierte zunächst Theaterwissenschaften und Germanistik in München, wo sie Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht kennenlernte. Bereits als Studentin schrieb das wohl bekannteste Stück „Fegefeuer in Ingolstadt“, das 1929 in Berlin uraufgeführt wurde und einen der legendären Theaterskandale der Weimarer Republik verursachte. Denn Brecht hatte das Stück verschärft und so das Pulverhäuschen rhythmisch wackeln lassen, in welchem das Dienstmädchen entjungfert wird. Dadurch wurde Marieluise unerwünscht in Ingolstadt und erhielt Hausverbot vom Vater, weshalb es zum Bruch mit Brecht kam. Neben vielen Jahren in Berlin reiste sie auch nach Schweden und Andorra und war schon bei einigen namhaften Verlagen unter Vertrag. Ingesamt verfasste sie rund 38 Werke. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Marieluise_Flei%C3%9Fer#Literaturpreise_und_Ehrungen)


Ein Pfund Orangen – Suhrkamp Verlag

Buchcover Ein Pfund Orangen von Marieluise Fließer aus dem Suhrkmap Verlag

Bei der Auswahl des Buches habe ich mich für diese Suhrkamp-Ausgabe entschieden. In ihr der Text „Ein Pfund Orangen“ und neun weitere Novellen von Marieluise Fleißer. Es sind ihre ersten Buchpublikationen. Geschichten, zu denen sie Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht ermutigten und die von Walter Benjamin weitblickend gerühmt wurden. „Ein Pfund Orangen“ handelt von der Beziehung zwischen einem jungen Mädchen und ihrem älteren Freund, die sie zum Suizid bringt. Sie ist allein, lebt in Armut und hat die Hoffnung, einen Mann zu finden, der sie heiratet und befreit. Als sie ihn endlich findet und eine Beziehung mit ihm eingeht, stellt sie fest, dass er sie gar nicht retten möchte, ja ihre Umstände verschlechtern sich sogar weiter. Weitere Texte im Buch sind: Der Apfel, Briefe aus dem gewöhnlichen Leben, Stunde der Magd, Die Dreizehnjährigen, Das Märchen vom Asphalt, Die Ziege, Das kleine Leben, die arme Louise und Abenteuer aus dem Englischen Garten.


Ingolstädter Stücke – Suhrkamp Verlag

Buchcover Ingolstädter Stücke von Marieluise Fließer aus dem Suhrkmap Verlag

Die Ingolstädter Stücke von Marieluise Fleißer führten in den 20er Jahren zum Skandal, wie oben beschrieben. Sie zeigen Kleinstädter, deren doppelte Moral den Emanzipationsprozess abschnürt wie ein Korsett. Gewohnheit, Aberglauben und Engstirnigkeit bestimmen ihr Denken und Handeln. Die Stücke zeigen, um was es Fleißer geht: Glück, Liebe, Klarheit, Freiheit von Angst. Das Buch umfasst den Text „Fegefeuer in Ingolstadt“ und „Pioniere in Ingolstadt“.


Helen Hessel

Helen Hessel, die 1886 in Berlin geboren wurde und 1982 in Paris verstarb, war vor allem als Modejournalistin bekannt. Zwischen 1922 und 1925 schrieb sie Erzählungen, Novellen und Artikel, die im „Das Tage-Buch“ veröffentlicht wurden. Von Paris aus schrieb sie Reportagen für die Frankfurter Zeitung und deren Frauenbeilage im April 1925. Ab 32 schreib sie für die Moderubrik der „Monde illustré“. Dank Hessels Arbeit wurde die Mode zu einem ernst zunehmenden Thema und sie berichtet zusätzlich über Leben und Kultur in Paris. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Hessel)


Ich schreibe aus Paris – Nimbus

Buchcover Ich schreibe aus Paris von Helen Hessela us dem Nimbus Verlag

„Ich schreibe aus Paris“ ist die Biografie von Helen Hessel. Sie lebte ein so volles, kühnes Leben, dass es sogar im Klassiker „Jules et Jim“ von Francois Truffaut verfilmt wurde. Dank der Literaturprofessorin Mila Kanevas erschien im Nimbus Verlag dieses außergewöhnliche Buch, dass alle wichtigen Artikel aus Helen Hessels Feder vereint. Dabei ist es angereichert mit Foto und Zeichnungen von KünstlerInnen wie Man Ray, Mariette Riederer oder Marianne Breslauer. Helene Hessels Stil lässt sich durch Beobachtungsgabe, Intelligenz, Schnelligkeit und Humor beschreiben. Ja ihre Texte bilden schon fast eine eigene Kunstform, die zwischen Reportage, Tagebuch, Glosse und Erzählung angesiedelt ist.


Mascha Kaléko

Mascha Kaléko, geboren 1907 in Österreich-Ungarn und gestorben in Zürich 1975, war Dichterin. Ihr Werk zeichnet sich durch ironischen, melancholischen aber auch zärtlichen Ton und Großstadtlyrik aus. Sie ist die einzige bekannte weibliche Dichterin der „Neuen Sachlichkeit“.(Mehr dazu). Dadurch wurde sie sehr häufig mit den männlichen Kollegen verglichen und unter anderem als „weiblicher Kästner“ oder „weiblicher Ringelnatz“ betitelt. Neben Gedichten schreib sie auch einige Liedtexte. Ein großer Teil der Werke wurde erst nach ihrem Tod herausgebracht. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko)


Das lyrische Stenogrammheft – DTV

Buchcover Das lyrische Stenogrammheft von Mascha Kaléko aus dem DTV Verlag

„Das lyrische Stenogrammheft“ ist Mascha Kalékos Hauptwerk und beinhaltet die Texte „Krankgeschrieben“, „Sonntagmorgen“, „Großstadtliebe“ und „Kassen-Patientin“. Bei allen handelt es sich um Großstadtgedichte aus den 1930er Jahren. In Ihnen erzählt Kaliko von banalen Dingen wie Schnupfen und Halsweh, aber auch Sonntagsausflügen, Tarifgehältern und der Liebe – eben ein typisches Großstadtleben. Melancholisch und mit Witz trifft sie ins Herz mit Geschichten aus dem Alltag und für den Alltag.


Verse für Zeitgenossen – DTV

Buchcover Verse für Zeitgenossen von Mascha Kaléko aus dem DTV Verlag

Bei „Verse für Zeitgenossen“ handelt es sich um Mascha Kalékos Exilgedichte. Sie schreib diese, nach dem sie von den Nationalsozialisten vertrieben wurde und nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre Sprache und ihr Publikum verlor. In diesen Werken schreibt sie nicht mehr für die Masse, sondern für Leidens- und Zeitgenossen, die ebenfalls ins Exil gehen mussten. Dennoch merkt man auch hier ihren typischen Witz und die Sehnsucht und Melancholie. Ganz nebenbei setzt sie noch dem New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village ein Denkmal.


Ruth Landshoff-Yorck

Ruth Landshoff bzw. Ruth Landshoff-Yorcks lebte von 1904 (Berlin) bis 1966 (New York). Sie war Schauspielerin und Schriftstellerin und entstammt dem jüdischen Bürgertum. Nachdem Sie die Schauspielschule besuchte spielte sie in „Murnaus Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ 1922 mit und trat im Theater-Ensemble von Max Reinhardts auf. Von 1924 bis 1930 hatte sie eine Liaison mit Karl Gustav Vollmoeller – dadurch kenne ich sie, denn sie kommt auch im Buch „Das Licht der Zeit“ vor, das ich euch ebenfalls bald vorstellen werde. 1930 schließlich heiratete sie David Yorck von Wartenburg, die aber nur 7 Jahre hielt. Werke veröffentlichte sie unter anderem in „Die Dame“, „Querschnitt“ oder „Tempo“. 1930 kam im Rowohlt Verlag ihr erster Roman heraus „Die Vielen und der Eine“. Doch schon ihr zweiter Roman „Leben einer Tänzerin“ konnte damals nicht mehr in Deutschland erscheinen. Bis zu ihrem Tod lebte sie als Publizistin, Theaterautorin und Übersetzerin in New York. Der Aviva Verlag bringt ihr Werk seit 2001 wieder heraus.


Die Vielen und der Eine – Aiva

Buchcover Die Vielen und Der Eine von Ruth Landshoff-Yorck aus dem Aviva Verlag

Das Buch war Ruth Landshoff-Yorcks Debütroman im Jahr 1930. Davor hatte sie sich bereits als Feuilletonistin einen Namen gemacht. Sie spiegelt in „Die Vielen und der Eine“ nicht nur die damalige Zeit, sondern auch ihren eigenen Lebensstil wider. Sie gehört zu der Generation Schriftstellerinnen der Weimarer Republik, die ihren unverwechselbaren Beitrag zu den wilden Zwanzigern beitrugen.


Roman einer Tänzerin – Aviva

Buchcover Roman einer Tänzerin von Ruth Landshoff-Yorck aus dem Aviva Verlag

Die Tänzerin Lena Vogel liebt das Leben und den Glanz ihrer Zeit. Sie ist in den pulsierenden Bars und Straßen Berlins und Paris sowie in den Wiener Caféhäusern der 20er Jahre zuhause. Doch ihr Leben endet schlagartig, als sie tödlich mit ihrem Rennwagen verunglückt. Lena Amselns Leben und Tod war für Ruth Landshoff-Yorck das Vorbild für die Geschichte.


Erika Mann

Erika Mann war Schauspielerin, Kabarettistin, Lektorin und Schriftstellerin und lebet von 1905 (München) bis 1969 (Zürich). Sie war unter anderem Gründerin von „Die Pfeffermühle“, ein politisches Kabarett. Außerdem arbeitet sie mit Vorträgen gegen den Nationalsozialismus. Auch nach ihrer Emigration in die Vereinigten Staaten, wo sie Schriftstellerin und Journalistin war. Sie ist die Tochter von Thomas Mann und war unter anderem Nachlassverwalterin für ihn und ihren Bruder Klaus Mann. Doch sie hinterließ selbst auch zahlreiche politische Essays, Reportagen, Kinderbücher und Reiseberichte. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Mann)


Blitze überm Ozean – RoRoRo

Buchcover Blitze überm Ozean von Erika Mann aus dem RoRoRo Verlag

Erika Mann war ein Multitalent, weshalb ich nicht nur ein Buch suchte, sondern eines, dass ihre vielfältigen journalistischen Arbeiten vereint. „Blitze überm Ozean“ ist genau so ein Buch. Hier werden zum ersten Mal ihre wichtigsten Arbeiten zusammengefasst, viele davon bisher ungedruckt. Sie spiegeln ein außergewöhnliches, rasantes Frauenlieben wieder und ein wichtiges Stück der Geschichte.


Gabriele Tergit

Gabriel Tergit ist das Pseudonym für Elise Reifenberg (geb. Hirschmann). Sie war Journalistin und Schriftstellerin, geboren in Berlin und lebte einen großen Teil ihres Lebens in London. Bekannt wurde Sie unter anderem durch den Roman „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“, erschienen 1931 bei Rowohlt, der den Aufstieg und den Fall des Volkssängers Georg Käsebier behandelt. Ihr zweiter Roman „Effingers“ schildert das Schicksal einer jüdischen Familie von 1878 bis 1948. Sie floh ins Exil, nachdem sie eine Reportage und weiter Artikel über den Prozess gegen Adolf Hitler im Kriminalgericht Moabit schrieb, der mit Goebbels wegen eines Pressevergehens angeklagt war. Im Rahmen der Berliner Festwoche 1977 wurde sie schließlich wiederentdeckt und ihre Romane neu aufgelegt. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Tergit)


Käsebier erobert den Kurfürstenamm – Schöffling & Co.

Buchcover Käsebier erobert den Kurfürstendamm von Gabriele Tergit aus dem Schöffing Verlag

Diesen ersten Roman schrieb Gabriele Tergit in nur sechs Wochen. Er machte sie 1931 berühmt. Es geht um den Aufstieg und Fall des Volkssängers Käsebier, der in einem billigen Varieté von einem Zeitungsreporter entdeckt wird. Um in seiner Redaktion Eindruck zu schinden, puscht er Käsebier zum Megastar hoch. Schnell hängen sich Immobilienmakler und Spekulanten an den schnellen Ruhm und die gelangweilten Damen aus der guten Gesellschaft pilgern in die Vorstellungen. Gabriele Tergit, die auch erste deutsche Gerichtsreporterin war, ist eine mitfühlende aber auch unerbittliche Beobachterin und schilder pointiert das gesellschaftliche Milieu mit Protagonisten vom Tanzmädchen über den Tischlermeister bis zum Medienmogul.


Irmgard Keun

Irmgard Keun besuchte nach dem Abschluss im Mädchenlyzeum Teschner eine Handelsschule, lernte Stenografie und besuchte 1925 schließlich die Schauspielschule in Köln. Doch der Erfolg war nur mäßig und so begann sie 1929 mit dem Schreiben. Ihr erster Roman war „Gilgi, eine von uns“, der sie 1931 berühmt machte. Auch ihr zweiter Roman „Das kunstseidene Mädchen“ brachte ihr ein Jahr später einen Verkaufserfolg. Ihre Werke wurden 1933/34 beschlagnahmt und verboten und Keun ging ins Exil. In dieser Zeit entstanden viele weitere Romane wie „Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ und mehr. Ihre Karriere begann mit gesellschaftskritischen, satirischen Romanen, die das Leben junger Frauen in den Mittelpunkt rückten. Frauen in der Endphase der Weimarer Republik, die um ihre Selbstständigkeit kämpfen. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Irmgard_Keun)


Das kunstseidene Mädchen – Ullstein

Buchcover Das Kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun aus dem Ullstein Verlag

Doris arbeitet als Sekretärin bei einem äußerst zudringlichen Rechtsanwalt. Sie hat keine Lust mehr, jeden Tag nur Briefe zu tippen. Sie möchte berühmt werden und hinaus in die große Welt, ins Berlin der 20er Jahre.


Gilgi eine von uns – Ullstein

Buchcover Gigli eine von uns von Irmgard Keun aus dem Ullstein Verlag

Gilgi lebt im Köln der 20er Jahre. Sie zieht zu Hause aus, weil sie keine Lust mehr hat, von ihren Eltern bevormundet zu werden und kündigt ihre Stelle als Sekretärin. Aber auch das Leben mit dem Schriftsteller Martin ist keine Alternative und soe nimmt es daher in die eigenen Hände, um sich wirklich auf den Weg in die eigene Selbstständigkeit zumachen.


Neben diesen Schriftstellerinnen kamen außerdem noch zu Wort: Schauspielerin und Sängerin Fritzi Massary, Schauspielerin Carola Nehr, Journalistin und Schriftstellerin Paula von Reznicek, Journalistin Polly Tieck sowie die Lyrikerin Marie Luise Weissmann.


Kennt ihr bereits eines der Bücher oder die Autorinnen? Könnt ihr noch mehr Werke oder Schriftstellerinnen aus den 20er Jahren empfehlen?

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Sabienes
Gast

“Aufbruch der Frauen” klingt sehr interessant für mich. Vielen Dank für diesen Buchtipp!
LG
Sabienes