Home Bücher-MixRezensionen/Reviews Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

von Franzi
4 Kommentare
Rezensionsexemplar/Werbung: Das Buch wurde mir vom Bloggerportal und dem BTB Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine eigene und ehrliche Meinung wieder.

Maja Lunde konnte mich mit Ihrem Buch „Die Geschichte der Bienen“ erst vor Kurzem vollkommen begeistern. Authentisch, spannend und unter die Haut gehend erzählte sie von den Protagonisten und darüber wie wichtig es ist, sorgsam mit unserer Umwelt und Natur umzugehen. Kein Wunder also, dass ich unbedingt auch ihr neues Buch „Die Geschichte des Wassers“ lesen wollte. Dies Mal gehts es um unser aller Lebensgrundlage – das Wasser. Und eine Geschichte, die Wasser mit dem Schicksal zweier Familien verbindet, dem Leben, der Liebe und diesem winzigen und nicht zu aufdringlichem erhobenen Zeigefinger.

In „Die Geschichte des Wassers“ begleiten wir zum einen die mittlerweile fast 70-jährige Signe. Sie ist aus vollster Überzeugung Umweltaktivistin und lebt nur dafür. Wir sind dabei, als sie sich auf eine riskante Reise begibt, um eine besondere Fracht von den Schwesternfällen in Norwegen bis hinein nach Frankreich zu bringen. Denn dort will sie damit den Mann zur Rede stellen, der mit Schuld an dem Ganzen ist und einst die Liebe ihres Lebens war. Mehr dazu erfahren wir in Rückblicken in ihre Kindheit und Jugend, in denen wir mehr zu ihr, ihrem Leben und den Entwicklungen in dem kleinen, einst friedlich-idyllischen Ort in Norwegen erfahren und wie die Gier der Menschheit nach Extravaganz und Luxus den Grundstein dazu legt, was im Jahr 2041 passieren wird.

Und dies ist dann auch der zweite große Erzählstrang – das Leben während einer schon mehrere Jahre andauernden großen Dürre. Sie zwingt die Menschen in Südeuropa zur Flucht in den Norden – die Wasserländer. Schon lange ist nicht mehr genug Trinkwasser da und von Tag zu Tag wird es knapper. Es gibt nur noch wenige Flüchtlingscamps, bei denen die Versorgung noch einigermaßen funktioniert. Doch auch diese brechen nach und nach weg. In dieser Zeit begleiten wir einen jungen Vater mit seiner Tochter Lou, die auf der Flucht vor einem großen Brand in Frankreich in einem dieser Camps landen. Gemeinsam begeben sie sich fast täglich auf Erkundungstour in der näheren Umgebung, einfach um aus dem Elend etwas entfliehen zu können. Dabei finden sie eine Entdeckung, die ihnen Hoffnung macht – Signes altes Segelboot inmitten eines vertrockneten und verlassenen Gartens.

Eine Geschichte, die auf realistische und glaubwürdige Art und Weise schildert, was einmal passieren könnte, wenn wir nicht anfangen, mehr auf unsere Umwelt und all die Lebewesen darin zu achten. Und sorgsam mit den Ressourcen umgehen, die wir haben. Dennoch konnte sie mich nicht ganz so gut überzeugen wie „Die Geschichte der Bienen“. Dieses Mal empfand ich den Stil als etwas kühl, die Geschichte nicht ganz so gut ausgereift und im Vergleich eher plätschernd und mit weniger Spannung. Dennoch ist die Botschaft das Wichtige, die Maja Lunde mit „Die Geschichte des Wasser“ auf jeden Fall genauso gut rüber bringt. Auch hier spielt sie wieder mit einer eher wirren Erzählung, die verschachtelt ist, was ich in der Regel immer super finde. Da habe ich als Leser einfach auch was zum Mitdenken und finde es immer wieder faszinierend, wie solche scheinbar völlig unabhängigen Erzählstränge am Ende doch zusammengehören, was Maja Lunde wieder gut gelungen ist. Mit Signes altem Segelboot als Symbolbild, als Verbindungsglied.

Dieses Mal gefiel mir diese Verbindung, das Gesamtbild, nur deutlich weniger als noch bei „Die Geschichte der Bienen“. Dennoch ist „Die Geschichte des Wassers“ ein Buch, das ich gerne gelesen habe und auch ihre weiteren Bücher will ich in jedem Fall lesen. Denn es soll wohl noch zwei weitere Bücher geben, die ebenfalls jeweils einen wichtigen Umwelt-Aspekt beinhalten. Alleine diese Idee finde ich grandios und unfassbar wichtig. Schön wäre nur, wenn die nächsten wieder etwas mehr Detailliebe und Herzblut hätten wie schon Maja Lundes erstes Buch.

Gute Unterhaltung/Lektüre

Werbung – Angaben zum Buch: BTB, 480 Seiten, 2018, Übersetzung: Ursel Allenstein, ISBN: 978-3-442-75774-9<

4 Kommentare

Related Posts

4
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
3 Kommentar Themen
1 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
2 Kommentatoren
Franzi S.Moni2506 Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Moni2506
Gast

Hey Frnzi,

Eine interessante Rezension zum Buch, die uf jeden Fall neugierig macht auf die gesamte Reihe. Ich bin dennoch sehr unentschlossen, ob das Buch etwas für mich ist. Das Thema finde ich interessnt, aber ich weiß nicht so recht, ob die Erzählart für mich passt. Am besten lese ich wohl demnächst mal die Leseprobe. 😉

LG, Moni

trackback

[…] ich Die Geschichte Der Bienen. Mittlerweile habe ich auch schon das zweite Buch von ihr, „Die Geschichte des Wassers„, gelesen und ebenfalls rezensiert. Das hatte aber nur vier Sterne. Die Idee, diese Elemente […]

trackback

[…] Buch habe ich auch vom Bloggerportal und dem BTB Verlag bekommen. Die Rezension dazu ging bereits online. Es ist etwas schwacher als ihr erstes Buch, die Geschichte der Bienen. […]