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Die Ausgeschlossene von Gitte Lindahl

von Franzi
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Rezensionsexemplar/Werbung: Die Rezension spiegelt dennoch meine eigene und ehrliche Meinung wieder.

Eines Abends sieht William Falk in einem Restaurant in Stockholm eine junge Frau. Sie ist seiner verstorbenen Geliebten wie aus dem Gesicht geschnitten. Kurze Zeit später kommt ein Anruf für ihn und seine Frau – in ihrem Ferienhaus in den Schären wurden zwei Menschen ermordet aufgefunden. Hat etwa die mysteriöse Doppelgängerin etwas mit dem Mord zu tun? Bald wird klar, dass jeder Beteiligte ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Unrunde Charaktere und etwas weird

William Falk ist erfolgreicher Juwelier in Stockholm, der aus dem kleinen Geschäft seines Vaters ein florierendes Online Business gemacht hat. Seit 10 Jahren begleitet ihn seine Frau Kristen dabei, die ursprünglich aus Lübeck stammt. Auf den ersten Blick die perfekte Partnerschaft. Doch der Schein trügt, wie so oft, das verrät ja schon der Klappentext. Denn William ist – sorry – einfach ein Arschloch! Nichts anderes, ein verlogenes noch dazu. Er hat ein Geheimnis, von dem seine Frau nichts weiß und hatte über Jahre in weg besagte Geliebte, die verstorben ist, von der weiß Kristen aber sogar. Sie spielt die verständige Ehefrau – doch kann das wirklich so wahr sein? William ist für mich wegen dieser Tatsache und einigen anderen Dingen schon mal unten durch, Kristen ist aber auch einfach irgendwie naja.

Am Anfang war sie noch mein liebster Charakter – doch, wie bei den meisten der anderen Charaktere, war für mich entweder keine Entwicklung oder eine sehr unrunde, eigenartige Entwicklung vorhanden. Gut, muss vielleicht bei einem Roman, der eher Kriminalroman ist, nicht unbedingt sein. Aber, ich kann es gar nicht so richtig in Worte fassen – es passte einfach nicht. Es fühlte sich etwas zusammenhangslos an. Als wäre ich zwischendurch bei neuen Charakteren gelandet oder jemand anderes hätte ohne Übergabe der vorherigen weitergeschrieben. Spätestens als sie plötzlich ein zweiter Gollum war, der manische Gespräche mit sich selbst führt, bin ich hier ausgestiegen, hä? Warum und wtf? Das war eigenartig und hat irgendwie gar nichts zu ihrem Charakter oder der Spannung beigetragen.

Wenig Spannung, kein wirklicher roter Faden

Ich würde euch an der Stelle gerne viel mehr dazu erzählen, was mich gelangweilt hat und meiner Meinung nach die Spannung und Plot-Entwicklung super gebremst und gestört hat. Aber das wäre schon gespoilert. Es muss also irgendwie auch so gehen. Mich hat diese gewisse Person aus dem Klappentext und das ständige Gelüge und Gejammere tierisch aufgeregt. Alles in allem hat hier wirklich jeder ein dunkleres Geheimnis, mal eins, mal zwei, mal mehr – insgesamt hat Gitte Lindahl hier für mich versucht zu viele Geheimnisse und Plot-Twiste auf einmal zu verbauen. Noch dazu waren sie für mich nicht so wirklich rund zusammengeführt oder zusammenpassend. Entsprechend holprig klang für mich auch das ein oder andere Kapitel mit eher unspektakulärem Schreibstil. Spannung kam für mich eigentlich nicht auf und am Ende klappte ich das Buch mit einem Lauten – hm, und jetzt? zu.

Nicht mein Fall

Werbung – Angaben zum Buch: Diana Verlag, 304 Seiten, 2018, ISBN: 978-3-453-35931-4

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Janna | KeJas-BlogBuchFranzi S. Letzte Kommentartoren
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Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

So! Nun habe ich endlich Zeit, war ja schon neugierig (= Eigentlich wollte ich ja auf das für dich nicht nachvollziehbarere Verständnis des Fremdgehens eingehen und dann lass ich “ein zweiter Gollum war, der manische Gespräche mit sich selbst führt” und muss diesen Satz erstmal feiern 😀 Für mich ja schon ein Grund die Prota kennen lernen zu wollen *lach Aber ein Krimi mit wenig Spannung? Eine Story ohne roten Faden? Nein danke. Und ich mag es auch nicht, wenn zu viel in eine Geschichte hineingequatscht wird – kann passen, tut es aber in den seltensten Fällen! Angeckt wäre ich… Weiterlesen »