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Der Ernährungskompass von Bas Kast

von Franzi
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Werbung/Rezensionsexemplar – Das Buch wurde mir vom C. Bertelsmann Verlag & de Bloggerportal zur Rezension zur Verfügung gestellt. Dennoch spiegelt sie meine eigene und ehrliche Meinung wieder.

Bas Kast ist Wissenschaftsjournalist und war gerade 40, als der beim Joggen jäh mit Schmerzen in der Brust zusammenbrach. Er machte immer viel Sport, ging viel Joggen und dachte, damit lebt er gesund. Doch die schlechte Ernährung, die viel aus Junkfood bestand, meldet sich an diesem Tag schmerzhaft und eindringlich zu Wort. Doch war es wirklich das Junkfood oder verstecken sich andere Fallen dahinter? Sein Vorsatz – seine Ernährung radikal umstellen. Dazu tauchte er ab in eine mehrjährige Entdeckungsreise durch aktuelle Studien zur Ernährungs- und Altersforschung.

Auf seiner Reise stellt er vor allem eins fest – es gibt zahlreiche Studien, zahlreiche Ernährungsrichtlinien und angehimmelte Diäten. Und viele davon widersprechen sich gegenseitig – egal ob Low Carb oder Low Fat, Paleo, Atkins, Trennkost und mehr. Was ist denn dann nur das Richtige und wie soll man in dem Dschungel an Widersprüchlichkeiten die für sich passende Ernährungsform finden? Zu all diesen Diäten, all diesen Ernährungsformen und Studien gibt es die unterschiedlichsten Ratgeber und brennende Verfechter der jeweiligen Form. Und je nachdem, wer die Studie finanziert, fällt das Ergebnis für oder wider eines Lebensmittels auch aus.

So stöberte sich Bas Kast durch unzählige Studien, Ratgeber und sprach mit Wissenschaftlern und Experten. Das Ergebnis – sein Buch, der Ernährungskompass und ein deutlich gesünderer Bas Kast. Auf den Ratgeber bin ich nun bei so vielen verschiedenen Bloggern/Bloggerinnen gestoßen und habe viele begeisterte Meinungen gehört. Gerade weil ich selbst auf der Suche nach der für mich passenden Form bin, die Laktose meidet, gleichzeitig HIT berücksichtigt und nun neu auch zu PCO und Insulinresistenz passen muss, bin ich auf der Suche, nach passenden Lektüren.

Buch Ernährungskompas von Bas Kast, seitlich Ansicht aus dem Bertelsmann Verlag

Der Ernährungskompass versprach nun genau das nicht zu sein, was ich nicht wollte – ein weiteres Buch, das mir sagt, nur das und genau das ist richtig. Stattdessen nimmt uns Bas Kast mit auf seine Entdeckungsreise und bricht die einzelnen Bereiche der Ernährung – Proteine, Kohlenhydrate, Fette und alles, was dazugehört, in verschiedene Teilkapitel und Abschnitte herunter. Dort teilt er die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und eigene Erfahrungen und Anmerkungen mit uns und wirft immer mal wieder ein, was ihm geholfen hat. Am Ende jedes Kapitels bekommen wir einen Kompass, welche Lebensmittel sich in der Rubrik Proteine, Kohlenhydrate und Fette günstig auf unsere Gesundheit und unsere Lebenserwartung auswirken können, welche eher neutral sind und welche sich negativ auswirken. Schließlich gibts am Schluss noch einen Einblick ins “Interimfasten” oder viel mehr, das Timing, wann man was ist sowie seine 12 wichtigsten Tipps als Zusammenfassung.

Für mich definitiv eine superinteressante Lektüre, bei der man auch immer wieder mal nachschlagen kann. Und die genau hält, was sie verspricht – sie belehrt nicht, himmelt nicht eine Ernährungsform an, sondern zeigt auf, wie sich verschiedene Lebensmittelgruppen als Fazit aller Studien der letzten Jahrzehnte auswirken und was ihm geholfen hat. Und er zeigt dabei auch auf, was bei allen einseitigen Ratgebern fehlt, dass nicht für jeden das Gleiche gilt – den jeder ist anders, jeder Körper reagiert anders und hat eine andere “Ausgangsbasis”. Was bei anderen super klappt, muss noch lange nicht für mich richtig sein. Sein Kompass ist daher eine Art Leitfaden, an dem man sich nun im Selbstversuch langsam herantasten kann, einfach mal 2 Wochen genau beobachten, ob sich die gewählte Änderung positiv auswirkt oder nicht und langsam weitermachen. So findet irgendwann jeder die für sich genau richtige Ernährung. Einiges wiederholt sich immer mal wieder, dennoch konnte mich Bas Kast mit vielen interessanten Fakten und Denkanstößen überzeugen und ich merke, wie ich bereits anfange, erste Dinge für mich auszutesten.

Gute Unterhaltung/Lektüre

Werbung – Angaben zum Buch: Bertelsmann, 320 Seiten, 2018, ISBN: 978-3-570-10319-7

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Petzi
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Vielen Dank für die Verlinkung! Ich freu mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat.
Liebe Grüße, Petzi

Sabiene
Gast

Bas Kast habe ich vor einem Jahr in einem Interview gehört. Es sagte damals, dass die schlimmste Sünde der Lebensmittelindustrie die minderwertigen und verdünnten Proteine wären und das dafür dann leere Kohlenhydrate eingesetzt werden. Das hat mich zugleich eingeleuchtet und erschreckt.
An das Buch habe ich mich noch nicht herangewagt. “Just-another-Ernährungsratgeber” hatte ich mir gedacht. Aber vielleicht wäre es doch einmal wichtig für mich.
LG Sabienes

Tina
Gast

Hey Franzi,

ich lese ja gern mal Bücher, die sich mit der Nahrungsmittellehre beschäftigen statt einen auf irgendeinen bestimmten Pfad zu trimmen.
Wissen ist Macht, Wissen beeinflusst und ich denke, wenn man bewusst wahrnimmt, was man isst, das man “schnell” Änderungen herbeiführen kann. Man muss seinen Schwinehund nur dauerhaft überwinden, das ist wohl eher das problem 🙂

Liebe Grüße
Tina