Home Literatur-WeltAutoren Darf ich bitten – Britta Sabbag im Interview

Darf ich bitten – Britta Sabbag im Interview

von Franzi
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Britta wurde im Jahre 1978 in Osnabrück geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Dannach war sie sechs Jahre lang in unterschiedlichen Firmen als Personalerin tätig. Doch 2009 entschloss sie sich, nur noch das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Pinguinwetter, ihr Debüt, war ein Bestseller und auch ihre anderen Bücher wie Pandablues, Stolperherz oder das Leben ist (k)ein Ponyhof sind erfolgreich.

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

„Mein Esel Benjamin“, ich habe es bis heute, obwohl es total zerfetzt ist.

Beschreibe dich in drei Worten

Eins reicht: verwirrt.

Was ist für dich der perfekte Tag?

Ausschlafen, spätes Frühstück, Spaziergang am Meer, Ruhe, keine Termine.

Was liest du selbst gerne?

Alles außer Krimi & Thriller, am liebsten Biografien. Ich liebe es, in andere Leben einzutauchen.

Wie kamst du zum Schreiben?

Es war eine spontane Idee nach meiner Kündigung 2009. Als ich anfing, merkte ich schnell, wie lange dieser Gedanke schon in mir gewachsen war, ich ihn aber nie „erhört“ hatte.

Wie enstehen deien Protas? Nimmst du Bekannte/Verwandte als Vorlage oder vielleicht sogar dich selbst?

Meine Figuren kommen zu mir. So irre sich das anhört, aber so ist es. Ich verwende nie reale Personen, bis auf eine Ausnahme: die Oma Melitta Beutel in Pinguinwetter und Pandablues ist 1:1 echt, inkl. Namen. Ansonsten ist alles immer ein Gemisch aus dem, was man selbst oder Freunde erlebt hat/ haben, was man sich wünscht, denkt, erträumt, selbst nie tun würde…

Hast du einen Lieblingscharakter und wenn ja, warum?

Charlotte aus Pinguinwetter mag ich sehr, weil sie so herrlich unperfekt ist. Ansonsten Walter aus „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“, weil er auf alles immer die richtige Antwort hat, oder wenn nicht, die richtigen Fragen stellt.

Wenn du einen Tag mit deinem Lieblingscharakter verbringen könntest, was würdet ihr tun?

Nachts mit Charlotte auf einem Berg auf die Stadt sehen, auf einer Autohaube sitzend und Zuckerwatte essend, neben uns Walter, der weise Dinge sagt. (ich weiß, das war geschummelt, aber es ging nicht anders 😉 )

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch und in meinem Lieblingscafé, das mein 2. Wohnzimmer geworden ist. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Platz mit Ausblicks aufs Meer.

Hast du deinen roten Faden selbst schon einmal verloren? Wenn ja, wie hast du ihn wieder gefunden?

Viele Male schon. Das gehört doch zum Leben dazu. Und das macht es auch aus. In guten Zeiten können wir alle strahlend kluge Dinge sagen. Wichtig ist, in schweren Zeiten Kampfgeist zu behalten, das lernt man zu schätzen.

Woher kommen die Ideen für deine Titel, mit ihren quasi exotischeren Tieren Panda, Pinguin und Zebra?

Sind mir so eingefallen. Ich mag Metaphern und nutze sie auch für Titel. Pinguinwetter und Pandablues sind von mir erfundene Wörter, die auch eine von mir erschaffene Definition haben. Das hab ich schon in der Schule gemacht, und meine Deutschlehrerin hat immer alles angestrichen. Wenn ich gesagt habe, dass das doch richtig geschrieben sei, antworte sie immer: „Vielleicht, wenn es das Wort gäbe.“

Die Daumenkinos in den Büchern sind wirklich klasse. Wie kamst du auf die Idee und hast du sie selber gezeichnet?

Die Idee stammt von meiner Lektorin und der Illustrator Peter Frommann hat sie gezeichnet.

Und zum Schluss: Hast du ein neues Projekt und magst du uns etwas darüber erzählen?

Ja, viele. Es wird im nächsten Jahr sehr viele Überraschungen geben. Ein neues Genre, ein Projekt mit einem Co-Autor und… ach, ich wünschte, ich dürfte schon mehr verraten! Es wird toll! Aber zuerst starte ich gerade ein ganz neues Projekt. Zusammen mit meiner Kollegin von Blanvalet, Daniela Nagel, biete ich Schreibseminare (www.plotbox-koeln.de) an. Das ist etwas, was ich schon immer tun wollte, da ich anfangs auch tausend Fragen hatte, die mir niemand beantworten konnte. Jetzt gebe ich das weiter, was ich jeden Tag live im Autorenalltag erlebe. Gut, den Wahnsinn lasse ich weg – obwohl ein wenig davon brauchen wir ja.


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Annika
Gast

Huhu Franzi! 🙂

Tolles Interview, dass dir da mit Britts Sabbag gelungen ist!
Die zuckersüßen Cover mit den exotischen Namen sind richtig klasse 🙂 Die Bücher sind gleich mal auf die Wunschliste gewandert.

Ganz liebe Grüße
Annika

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Ela
Gast

Du hast “Stolperherz” vergessen xD
Aber schönes Interview hast du da gemacht meine Liebe 🙂

Liebe Grüße Ela <3

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